Stativratgeber

 

Neben Kamera und Objektiv gibt es kaum ein Ausrüstungsteil, welches Eure Bilder so stark verbessern kann wie ein Stativ. Es sorgt für Stabilität bei langen Belichtungszeiten, ermöglicht gestochen scharfe Aufnahmen bei wenig Licht und eröffnet kreative Spielräume, die ohne ein stabiles Stativ trotz moderner Bildstabilisatoren kaum realisierbar wären. Oft entscheidet es darüber, ob eine Aufnahme wirklich gelingt, ob Ihr selbst mit aufs Bild könnt oder ob ein eine kreative Idee professionell umgesetzt werden kann.

Ein gutes Stativ erweitert Eure fotografischen und videografischen Möglichkeiten enorm – doch die Auswahl ist groß und nicht jedes Modell passt zu jedem Anspruch. In diesem Ratgeber erfahrt Ihr, worauf es bei der Wahl des richtigen Stativs ankommt und wie Ihr das Modell findet, das optimal zu Euren Anforderungen passt.

Vorwort

Dieser Ratgeber basiert auf meinen persönlichen Erfahrungen aus mehreren Jahrzehnten des Kaufens, Testens und leider auch Fehlkaufens von Stativen. Dabei ist über die Zeit ein gewisser Anspruch an Qualität und Verarbeitung entstanden, der hier und da vielleicht etwas deutlich durchklingen wird. Für Einsteiger mag das stellenweise ambitioniert wirken. Dennoch ist es mein Ziel, typische Fehler zu vermeiden und Euch dabei zu helfen, von Anfang an eine fundierte Entscheidung zu treffen. 

Der oft zitierte Satz „Ein einfaches Stativ ist besser als keines“ stimmt absolut. Denn das beste Modell nützt nichts, wenn es ungenutzt zu Hause steht. Entscheidend ist also nicht nur die Qualität, sondern vor allem die passende Wahl für den jeweiligen Einsatzzweck. Schnell wird klar: Das perfekte Stativ für alle Situationen gibt es also nicht. Beim Wandern zählt vermeintlich jedes Gramm, im Studio hingegen stehen Stabilität und Komfort im Vordergrund. Reisende bevorzugen kompakte Lösungen, während Naturfotografen für maximale Stabilität auch zusätzliches Gewicht in Kauf nehmen. Unterschiedliche Anforderungen verlangen unterschiedliche Lösungen – genau hier setzt dieser Ratgeber an.

Materialien – Aluminium, Carbon und Holz

Im modernen Stativbau dominieren heute zwei Materialien: Carbon und Aluminium. Holz spielt nur noch eine Nischenrolle, wird aber nach wie vor von Spezialherstellern wie Berlebach verarbeitet, die seit über 120 Jahren hochwertige Holzstative fertigen. Diese sind technisch hervorragend, aufgrund von Gewicht und Packmaß jedoch eher für spezialisierte Anwender interessant.

Aluminiumstative sind in der Regel preiswerter und äußerst robust. Carbonstative hingegen punkten mit geringerem Gewicht und besserer Vibrationsdämpfung – was insbesondere unterwegs ein Vorteil sein kann. Der Preisunterschied zwischen beiden Materialien ist heute deutlich kleiner als noch vor 20 Jahren. Man muss hier aber anmerken, dass auch der Gewichtsunterschied immer kleiner geworden ist. Heute wiegen moderne Aluminiumstative deutlich weniger als früher und somit ist der Hauptvorteil von Carbon zumindest etwas kleiner geworden.

Was bleibt, ist die verhältnißmäßig große Toleranz von Aluminium gegenüber punktueller Belastung in Form von Stürzen auf Stein oder dergleichen. Was bei Aluminium in einer mehr oder weniger großen Delle resultiert, kann für Carbon bereits das Aus bedeuten. Ich muss zugeben, dass ich meine Stative nicht immer wie rohe Eier behandle aber bislang habe ich es noch nicht geschafft, eines wirklich so zu beschädigen, dass es nicht mehr zu retten war. Dennoch schwingt die Sorge immer mit, dass hier mal was passieren könnte. Bleibt festzuhalten - Aluminium ist insgesamt etwas robuster. 

Neben dem Material spielt die Verarbeitungsqualität eine entscheidende Rolle. Ein Blick auf Premiumhersteller wie Gitzo, Really Right Stuff, Arca Swiss oder Novoflex zeigt schnell, wo Unterschiede liegen: präzise gefräste Bauteile statt Kunststoffkomponenten, hochwertige Edelstahlverschraubungen, saubere Eloxierung und langlebige Drehverschlüsse ohne Gummierungen, die sich mit der Zeit lösen können. Insbesondere Really Right Stuff zeigt hier, dass moderne Kugelköpfe fast vollständig ohne Kuststoffteile auskommen können und so eine Schwachstelle eliminiert wurde. Ein Kopf, der nur aus Metall besteht, wird viel weniger wahrscheinlich versagen, als einer mit vielen Kunststoffteilen.  

Eine noch relativ neue, aber dennoch interessante Erscheinung im mittleren Preissegment ist Leofoto, die qualitativ recht gute Modelle zu vergleichsweise moderaten Preisen anbieten. Dennoch gilt: Kostendruck wirkt sich fast immer auf Materialwahl und Detailverarbeitung aus - so auch hier. Wer unbedingt ein neues Stativ haben möchte und trotzdem nicht gleich 1000 Euro ausgeben will oder kann, der ist hier wahrscheinlich ganz gut aufgehoben. 

Ein Stativ ist ein relativ simples Werkzeug, das über viele Jahre hinweg zuverlässig funktionieren sollte. Lackabplatzer beim ersten Kontakt mit Stein oder brüchige Kunststoffteile sind klare Hinweise auf Einsparungen an der falschen Stelle. Gerade weil ein Stativ mechanisch relativ simpel aufgebaut ist – meist nur Metall oder Carbon, keine Elektronik, keine Akkus – kann ein hochwertiges Modell problemlos Jahrzehnte überdauern - wenn es denn vernünftig konstruiert wurde.

Worauf sollte man also achten?

1. Ist das Stativ passend für den geplanten Einsatzzweck (wenn nicht, bleibt es öfter zu Hause)? 

2. So wenig Kunststoff wie möglich (Drehverschlüsse, Griffe etc.)

3. Ersatzteilversorgung gewährleistet? 

4. Materialqualität ist wichtiger als das letzte Gramm Gewichtseinsparung

5. Sinnvolles Zubehör wie Tasche oder Werkzeug spart Folgekosten

Neu oder gebraucht?

Der Gebrauchtmarkt bietet enorme Chancen. Gerade ältere Modelle renommierter Hersteller – insbesondere von Gitzo – sind oft technisch auf einem Niveau, das auch heutigen Ansprüchen mehr als genügt und die Materialqualität günstiger Hersteller um Längen übertrifft. Plattformen wie Kleinanzeigen.de oder ebay.de bieten regelmäßig gut gepflegte Exemplare zu attraktiven Preisen.

Mit etwas Geduld lässt sich häufig ein hochwertiges, gebrauchtes Aluminiumstativ zum Preis eines neuen Einsteigermodells finden. Wer auf Carbon verzichten kann, findet besonders attraktive Angebote. Deshalb gilt: Es muss nicht immer neu sein. Ein gebrauchtes Premiumstativ ist für preisbewusste Fotografen oft die nachhaltigere und langfristig bessere Wahl.

Ich kann es gar nicht deutlich genug sagen. Schaut online nach gebrauchten Profistativen und spart euch die 4 oder 5 vermeintlichen Topangebote auf Amazon. Ihr werdet es in der Regel nicht bereuen, weil Ihr langfristig mit einem gebrauchten Profistativ viel mehr Freude haben werdet als mit einem chinesischen Billigstativ.

Reisestative – Der Kompromiss für unterwegs

Für Reisen und Wanderungen sind leichte Carbonstative mit kompaktem Packmaß besonders beliebt. Diese sogenannten Traveller-Modelle haben sich stark verbreitet. Ein Packmaß um 40 cm und ein Gewicht zwischen 800 und 1.300 Gramm stellt für viele Anwender einen praktikablen Kompromiss dar. Die Stativbeine lassen sich für den Transport umschlagen und der Stativkopf verschwindet so zwischen den Beinen, was das Packmaß (Länge) enorm reduziert, aber den Durchmesser im umgeklappten Zustand etwas erhöht. Diese Funktion ist Fluch und Segen zugleich, da er im umgeklappten Zustand dafür sorgt, dass man das Stativ nicht immer problemlos in der Seitentasche des Rucksacks verstauen kann. Ein Peak Design oder Ulanzi Zero Y Stativ passt aufgrund des allgemein geringeren Durchmessers besser in die Seitentasche als beispielsweise mein kleines Gitzo, was immer nur mit einem Bein drin steckt und die anderen beiden schauen raus - kein großes Problem aber es sollte erwähnt werden.

Entscheidend ist nicht nur das Gewicht, sondern vor Allem die Stabilität. Ein einfacher Praxistest vor dem Kauf kann helfen: Stativ vollständig ausfahren, Kamera mit längster Brennweite montieren und leicht gegen das Objektiv tippen. Je schneller das Bild im Sucher wieder ruhig steht, desto besser die Schwingungsdämpfung. Auch der Selbstauslöser oder ein Fernauslöser reduziert Verwacklungen deutlich. Eine saubere Arbeitsweise (Stativ ausschwingen lassen, Selbstauslöser wann immer es möglich ist, nutzen) bei der Aufnahme hilft in jedem Fall. Bei kurzen Brennweiten ist der Effekt weitaus weniger zu beobachten als bei Teleobjektiven.

Ein weiterer Test ist der Torsionstest. Dazu fährt man das Stativ voll aus und greift zwei Beine. Wenn man diese nun nach unten auf den Boden drückt und gleichzeitig seitlich versucht hin und herzubewegen, dann sollte das nur im sehr geringen Rahmen möglich sein.

Die ideale Arbeitshöhe hängt stark von der Körpergröße ab. Eine Gesamthöhe von etwa 140 cm (zuzüglich Kugelkopf und Kamera) stellt für viele Fotografen für ein Reisestativ einen guten Mittelweg dar. Auch hier lohnt ein Blick auf gebrauchte Traveller-Modelle, beispielsweise aus der Gitzo-Serie (z.B. GT1545 für ca. 350 Euro geraucht). 

Man sollte hier überlegen, wo die Prioritäten liegen. Wenn ich unterwegs bin und ein möglichst leichtes und kompaktes Stativ dabei haben möchte, dann kann ich gegebenenfalls darauf verzichten, dass das Stativ mit aufgesetztem Stativkopf und Kamera auf Augenhöhe kommt. Im Studio, wo man unzählige Male am Tag durch den Sucher schaut, sieht die Sache anders aus.

Die Höhe ist also schon nicht ganz unwichtig und dennoch sollte man die Kirche im Dorf lassen und nicht zwingend darauf bestehen, dass der Suche immer auf Augenhöhe sein muss. Moderne Kameras verfügen in der Regel über einen dreh- schwenk- und klappbaren Monitor und so relativiert sich das ohnehin alles wieder.

Stative für Zuhause und Alltag

Im heimischen Umfeld stehen andere Kriterien im Vordergrund: Stabilität, Vielseitigkeit und Komfort. Das Gewicht spielt hier meist eine untergeordnete Rolle. Besonders praktisch kann eine schwenkbare Mittelsäule sein, um beispielsweise Produktfotos direkt von oben aufzunehmen. Das haben aber von Haus aus die wenigsten Stative und man wird (relativ zum Anschaffungspreis des Stativs) ordentlich zur Kasse gebeten, wenn man diese Funktion nachrüsten möchte. Mein Tip: Ausschau halten nach einem Gitzo Explorer (G2220) oder Benbo Trekker (nicht Benro). Beide Modelle kommen bereits mit schwenkbarer Mittelsäule und sollten trotz sehr guter Verarbeitungsqualität günstig zu haben sein.

Ob Aluminium oder Carbon ist in diesem Einsatzbereich weniger entscheidend. Gebrauchte Aluminiumstative von Herstellern wie Sirui oder ältere Modelle von Velbon (z. B. aus der Sherpa-Serie) bieten häufig ein sehr gutes Preis-Leistungs-Verhältnis – oftmals inklusive Kugelkopf.

Wer neu kauft, sollte realistisch etwa das Doppelte bis Dreifache eines guten Gebrauchtpreises einplanen. Sehr günstige Modelle können für Gelegenheitsnutzer ausreichend sein, doch bei Themen wie Ersatzteilversorgung, Verarbeitung und Langzeitstabilität zeigen sich oft deutliche Unterschiede.

Der Sonderfall Tierfotografie

Für uns Naturfotografen, die mit großen Teleobjektiven arbeiten, ist die Wahl des richtigen Stativs noch viel entscheidender für Bildqualität, Komfort und Zuverlässigkeit im Gelände. Gerade bei Brennweiten von 400, 500 oder gar 600 Millimetern werden kleinste Bewegungen sichtbar. Ein stabiles Stativ ist daher kein "nice to have", sondern ein zentrales, unerlässliches Arbeitswerkzeug.

Zunächst spielt die Tragfähigkeit eine zentrale Rolle. Große Teleobjektive wie das Sony FE 400 mm 2.8 GM sind zwar stark gewichtsoptimiert, wiegen aber dennoch mehrere Kilogramm. Zusammen mit Kamera, Telekonverter und Zubehör kommt schnell ein Gesamtgewicht von vier bis sechs Kilogramm zustande. Wichtig ist, dass man sich nicht nur an den Herstellerangaben orientiert. Ein Stativ sollte mindestens das Doppelte des tatsächlichen Ausrüstungsgewichts tragen können. Teleobjektive wirken durch ihre Baulänge wie Hebel und verstärken jede kleine Schwingung, besonders bei Wind. Auch hier hilft wieder der oben beschriebene Test zur Ermittlung der tatsächlichen Stabilität.

Beim Material empfiehlt sich in den meisten Fällen Carbon. Carbonstative sind wie oben beschrieben leichter als Aluminiumvarianten oder Holz bei vergleichbarer Stabilität und dämpfen zudem Vibrationen etwas besser. Außerdem sind sie bei niedrigen Temperaturen angenehmer anzufassen – ein nicht zu unterschätzender Vorteil bei Winteransitzen. Wer mal ein Aluminiumstativ im Winter genutzt hat, weiß wovon ich rede. 

Entscheidend für die Stabilität des ganzen Systems ist der Rohrdurchmesser der Beine. Hier gilt, je größer umso stabiler. Große Beindurchmesser machen das ganze Stativ zwar etwas schwieriger zu transportieren aber insgesamt verbessern sie die Performance des Statives enorm.

Von einer ausgefahrenen Mittelsäule ist bei langen Brennweiten grundsätzlich abzuraten. Sie reduziert die Stabilität erheblich, da sie wie ein verlängerter Hebel wirkt. Viele erfahrene Naturfotografen nutzen daher Systemstative ohne Mittelsäule. 

Wer bereit ist, ein großes und schweres Stativ längere Strecken durch Wald und Flur zu tragen, der wird mit einem Gitzo Serie 4 oder 5 Aluminiumstativ sicher eine sehr gute und bezahlbare Lösung finden. Allen anderen sei gesagt, hier wird es schnell sehr teuer. Leicht, stabil und bezahlbar sind drei Eigenschaften, die sich quasi gegenseitig ausschließen. 

Für ein professionelles Carbonstativ von RRS, Gitzo und vielen anderen gehen schnell 1000 Euro über den Tisch und da hat man noch keinen Stativkopf dabei. 

Einbeinstative

Manchmal müssen es gar nicht drei Beine sein. Sowohl in der Tierfotografie als auch beim Sport kommen oft sehr schwere Teleobjektive zum Einsatz und da freut man sich, wenn man diese nicht stundenlang freihand halten muss. Eine Stütze in Form eines Einbeinstatives kommt hier ganz gelegen. Im Grunde gilt das bislang Gesagte auch hier. Je stabiler, umso besser. Carbon ist nice, Aluminium geht aber selbstverständlich auch. Wichtig ist zu erwähnen, dass ein Neiger auf dem Stativ das Handling enorm vereinfacht. Ich bevorzuge hier klar den Wimberley MH100. Dieser hat quasi die Funktion eines Gimbals in besonders kompakter Bauform. 

Von Kugelköpfen auf dem Einbein rate ich ab, da das Handling eher unpraktisch ist. Es gibt Kugelköpfe, wo man eine Achse sperren kann. Beispiel Arca Monoball B2 oder Flexshooter. Beide Modelle sind aber für Einbeinstative aufgrund des Gewichtes und der Größe nicht geeignet.

Wenns richtig günstig sein soll, würde ich wahrscheinlich einfach einen Zweiwegeneiger verwenden. Die üblichen Verdächtigen wären hier Manfrotto 234 oder Leofoto VH - Serie. Achtet hierbei auf die Schnellwechseleinheit. Manfrotto hat ein eigenes System, was nicht mit Arca Swiss kompatibel ist und so zu Inkompatibilitäten mit Euren anderen Stativen führen kann.

 

Stativköpfe

Mindestens ebenso wichtig wie die Stativbeine ist der passende Stativkopf. Für Wildlife-Fotografie mit langen Teleobjektiven ist ein sogenannter Gimbalhead die ideale Lösung. 

Wer mit längeren Brennweiten arbeitet, dem seien die Produkte von Wimberley wärmstens (!) empfohlen. Der Gimbal Head WH-200 II (ca. 700 Euro) oder der Wimberley Sidekick SK-100 (ca. 300 Euro) sollen hier nicht unerwähnt bleiben.

Der Sidekick ist mein persönlicher Favorit, da er aus einem Kugelkopf einen Gimbalhead macht. Dadurch lassen sich Vögel im Flug oder sich bewegende Tiere weich und kontrolliert verfolgen.

Ein kräftiger Kugelkopf wie der Really Right Stuff BH55 oder der ältere Arca-Swiss Monoball B1 (gebraucht oft günstig zu haben) kann bei mittleren Telebrennweiten funktionieren, ist bei sehr großen Objektiven jedoch weniger komfortabel und schwieriger fein zu kontrollieren.

Der Kugelkopf sollte von der Dimension her zu den Stativbeinen passen. Bei Travellermodellen ist der Stativkopf oft bereits im Set enthalten. Das rührt oftmals daher, dass nicht jeder Kugelkopf perfekt zwischen die Stativbeine passt, wenn man diese umschlägt für den Transport. Bevor der unbedarfte Kunde also etwas falsches kauft, gibt man ihm gleich den passenen Kugelkopf mit.

Wer heute mal bei den oben genannten Firmen wie Really Right Stuff, Gitzo, Wimberley, Arca Swiss, Novoflex und Co schaut, der wird schnell feststellen, dass ein guter Kugelkopf richtig viel Geld kostet. Man sollte also unbedingt darauf achten, dass man das passende Modell kauft um nicht nach einem Jahr wieder beim Händler zu stehen. 

Grundsätzlich lässt sich erst einmal sagen, dass man bei keinem der genannten Hersteller qualitativ schlechte Ware erwarten muss. Alle liefern eine Qualität ab, die Jahrzehnte überdauern kann. Wichtig ist dennoch, den Kopf zu wählen, der zum geplanten Einsatzgebiet passt.

Eine Gute Wahl für Reisestative sind die kleineren Modelle wie der Really Right Stuff BH-30 Pro (ca. 430 Euro), der Arca P0 (ca. 380 Euro), der Gitzo 1382 TQD. Alle verfügen über eine Schnellwechselklemme, welche mit den Wechselplatten von Arca Swiss Stil kompatibel sind. 

Für größere und schwerere Ausrüstungen sind Modelle wie der Arca Swiss Monoball Z1 (ca. 500 Euro), der Really Right Stuff BH-55 (ca. 800 Euro) oder der Novoflex Classic Ball 5 II (ca. 530 Euro) zu empfehlen.

Fazit

Ein Stativ kauft man im Idealfall nur einmal im Leben. Betrachtet man die lange Nutzungsdauer, relativiert sich der höhere Anschaffungspreis eines Qualitätsprodukts schnell. Ein bewährtes Modell, das bereits 20 Jahre zuverlässig funktioniert hat, wird dies mit hoher Wahrscheinlichkeit auch weiterhin tun.

Statt auf das vermeintliche Schnäppchen zu setzen, lohnt es sich, langfristig zu denken: Ein hochwertiges, gut gepflegtes Stativ – ob neu oder gebraucht – ist eine Investition in stabile, verwacklungsfreie und kreative Fotografie über viele Jahre hinweg.

Wir benötigen Ihre Zustimmung zum Laden der Übersetzungen

Wir nutzen einen Drittanbieter-Service, um den Inhalt der Website zu übersetzen, der möglicherweise Daten über Ihre Aktivitäten sammelt. Bitte überprüfen Sie die Details in der Datenschutzerklärung und akzeptieren Sie den Dienst, um die Übersetzungen zu sehen.